Europa in und nach der Corona-Krise

Regionalverband Hannover fordert europäische Solidarität unter den Mitgliedstaaten und mit den Menschen in griechischen Flüchtlingslagern.

Der Regionalverband Hannover der Europa-Union hat sich aus aktuellem Anlass mit den Auswirkungen der gegenwärtigen Corona-Pandemie auf die Europäische Gemeinschaft auseinander gesetzt. Dabei wurde festgestellt, dass die von den Staaten der Europäischen Gemeinschaft zum Teil nur in geringer Abstimmung ergriffenen Schutzmaßnahmen auch eine sehr starke nationalstaatliche Komponente aufwiesen. Das ist einerseits aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Mitgliedsstaaten, insbesondere im Gesundheitswesen, verständlich, hatte aber andererseits eine zumindest teilweise Abkehr von gemeinsam verabredeten Standards zur Folge, deren zukünftige Auswirkungen Anlass zur Besorgnis begründen.

Mit dem Blick nach vorne tritt der Regionalverband Hannover der Europa-Union unverändert dafür ein, dass nur eine gemeinsame Strategie in der Pandemie-Bekämpfung und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Konsequenzen ein Europa, das seine Interessen im weltpolitischen Konzert hörbar macht, sicherstellen kann! Die über Jahrzehnte erwachsene Verflochtenheit Europas in allen denkbaren Bereichen, die nicht zuletzt auch für Deutschland einzigartige Vorteile hervorbrachte, verpflichtet daher dazu, europäischen Gemeinsinn nicht nur zu deklamieren, sondern praktisch wirksam werden zu lassen! 

Neben bereits aktuell wirksamen humanitären Hilfen gehören dazu auch konkrete finanzielle Unterstützungen, die es allen Staaten der Europäischen Gemeinschaft ermöglichen, die aus der Pandemie hervorgehenden ökonomischen Schäden in den Griff zu bekommen. Wir treten daher dafür ein, dass die sogenannten Corona-Bonds, deren konkrete Ausgestaltung zeitlich limitiert wird, schnellstmöglich eingeführt werden. Sie sind ein Baustein für ein solides Handeln aller EU-Länder und sichern damit auch unsere wirtschaftliche Erholung nach der aktuellen Krise. 

Wir hoffen darüber hinaus sehr, dass die angekündigte humanitäre Hilfe für Flüchtlingskinder in Griechenland nun auch zügig umgesetzt wird. Ferner muss durch massive Unterstützungsaktionen die medizinische und humanitäre Situation in den Flüchtlingslagern in Griechenland unverzüglich entscheidend verbessert werden! Ein weitere Zuwarten wird zu nicht beherrschbaren Verhältnissen mit allen Konsequenzen auch hier vor Ort führen!

Der Regionalverband Hannover der Europa-Union bittet daher alle, neben der berechtigten Sorge um das eigene Geschehen alles individuell jeweils Mögliche zu unternehmen, um das europäische Gedankengut auch praktisch wirksam werden zu lassen!

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