Ilijana Jotowa bleibt Präsidentin in Bulgarien – Was bedeutet das für Europa?! Was für die Ukraine?!

Die Wahl von Frau Jotowa zur Präsidentin in Bulgarien wird voraussichtlich deutliche Auswirkungen gerade auch im Hinblick auf die Unterstützung der EU für die Ukraine haben. Laut eigenen Bekundungen will sie als „Präsidentin des Friedens“ agieren und strebt Verhandlungen mit Russland an. Damit stellt sie sich in Gegensatz zu der amtierenden Regierung von Ministerpräsident Ruben Radew auf. Das könnte dann auch Auswirkungen auf die Finanzierungsgespräche über den ukrainischen Haushalt für 2027 am 26.11.26 in Brüssel haben.

Da im kommenden Jahr in einigen Staaten der EU, so z.B. besonders in Frankreich, entscheidende Wahlen stattfinden, wäre eine noch diesjährige Übereinkunft über den Ausgleich des Defizits dringend geboten! Das in Belgien eingefrorene russische Vermögen würde wohl nur dann zur Verfügung stehen, wenn sich eine „Union der Willigen“ in der EU bereit erklären würde, die damit verbundenen Risiken nicht allein Belgien zu überlassen!
Auch der offen ausgetragene Streit um das Verfassungsgericht in Polen zeigt wie verletzlich noch immer das „Pflänzchen EU“ ist. Rechtsnationale Kräfte in einigen Ländern verbunden mit von der russischen Aggression weit entfernt liegenden Staaten wie Spanien und Portugal behindern ein geschlossenes Auftreten der EU.
Wenn dann noch die nach den Midterms zu erwartenden, verstärkten Angriffe eines immer irrationaler werdenden amerikanischen Präsidenten Wirtschaft und Verteidigung Europas weiter schwächen, ist es umso gebotener, mit aller in der europäischen Bewegung gelegenen Kraft innenpolitisch für ein stärkeres Verstehen der europäischen Einheit einzutreten! 
Die Europa-Union ist zusammen mit ihren Partnern das Forum dafür!

Deodat von Eickstedt, Hannover, den 3.11.26