Der Weg hin zu Europa ist kein leichter!

Mit zwei Paukenschlägen beendete der Rat der Staats- und Regierungschefs der EU das Jahr 2025: Die Unterzeichnung des seit 25 Jahren verhandelten Mercosur-Abkommens mit südamerikanischen Staaten wurde wesentlich auf Betreiben Italiens auf den Januar 2026 vertagt. Vor allem Bauern aus Italien, Frankreich, Polen und Deutschland fürchten die dadurch erleichterten Lebensmittelimporte aus diesen Ländern.

Lauthals und gewaltbetont demonstrierten sie in Brüssel. 
Zumindest eine Schramme wird für Europa , das nach amerikanischer Auffassung ein „kranker“ Kontinent ist, bleiben. Dabei ist ein regelbasierter Freihandel auch mit diesem Staatenblock für Europa von existentieller Bedeutung, will es bestehenden Abhängigkeiten mit ökonomischer Bedeutung entgegenwirken! 
Der zweite Paukenschlag betraf die weitere Finanzierung der Ukraine. Hier konnten sich die Staats- und Regierungschefs in stundenlangen Verhandlungen nicht darauf verständigen, dass „eingefrorene“ russische Vermögen, das überwiegend in Belgien verwaltet wird, bereits jetzt anzutasten. Nicht nur erwartbar Viktor Orban war der Blockierer, sondern auch der belgische Regierungschef De Wever hatte -verständlicherweise- große Bedenken, da er nicht weitgehend allein den zu erwartenden Sanktionen Russlands ausgesetzt werden wollte. 
Immerhin konnte der Plan B einer Finanzierung der Ukraine mit 90 Mrd. für 2026 und 2027 verabschiedet werden. Damit konnte die Staatspleite der Ukraine vorerst abgewendet werden. 
Wenn anhand dieser beiden Entscheidungen wieder einmal klar wurde, wie schwierig und dornig der Weg Europas ist und weiter sein wird, so darf last but not least ein Funken Hoffnung nicht übersehen werden: Bulgarien wird zum 01.01.2026 Mitglied der Eurozone! Hoffen wir für Bulgarien und uns alle, dass dieser Beitritt erfolgreich gestaltet wird und somit ein weiterer Puzzleteil das Bild Europas stärkt!!