EUROPA-AFRIKA: Chancen, die nicht gesehen werden!

Die beiden Nachbarkontinente trennt, wie wir mit dem Ansturm auf Ceuta erfahren haben, bisweilen geographisch nur eine „Schwimmdistanz“, aber politisch und gesellschaftlich beinahe Welten.

Will der „alte Kontinent“ mit Klauen und Zähnen seinen Wohlstand verteidigen, so sehnen sich Millionen Menschen auf der Flucht auf afrikanischem Boden nach einem Zipfel des „Glücks“, das digital zu ihnen herüber schwappt. Sie riskieren ihr Leben für die erhoffte Teilnahme!

Europäisch-Afrikanische Freundschaft

Und sofort zerfällt das „christlich-humanistische Abendland“ in erbitterten Streit und gegenseitiger Beschimpfung. Ängste wie beim Hunneneinfall und der Eroberung Spaniens durch die Osmanen werden virulent und in politischer Polemik manifest. Dabei spielen Fakten keine Rolle: niemand kommt ohne Kontrolle von Ceuta auf den Kontinent.
Das „Gemeinsame Europäische Asylsystem“ (GEAS) brach nur deshalb nicht zusammen, weil Marokko die Rückkehr der meisten Flüchtlinge nicht behinderte (und sich damit derer Probleme erneut auflud).
Welche Konsequenzen werden die EU-Innenminister bei ihrer „Schalte“ nun ziehen? Werden sie ihren Bevölkerungen klar machen, dass nur die Bekämpfung der Fluchtursachen vor Ort Aussicht auf Erfolg hat? Oder werden sie aus Angst vor den „Wahlvölkern“ wieder vor „bitterer Medizin“ zurückschrecken und „Trostpflaster“ versprechen?

Afrika als Chance, nicht als Bedrohung für Europa sehen: darauf wird es in Zukunft ankommen!

Deodat von Eickstedt, 4.8.26