Sie befürchteten, bei einem vollständigen Beitritt ihre Unabhängigkeit zu verlieren und sind ganz offensichtlich mit den bereits bestehenden, intensiven Verbindungen zur EU und dem Schengen-Raum zufrieden.
In geostrategisch bedeutender Lage im Nordatlantik will die Mehrheit offenbar die Unabhängigkeit behalten, auch wenn Trump gelegentlich Island mit Grönland verwechselte, denn als NATO-Mitglied ist Island ja Teil des westlichen Bündnisses.
Für die von vielen in Brüssel ersehnte dynamischen Erweiterung der EU ist das Votum daher ein Rückschlag, zumal das Land wohl als Nettozahler in die EU eingetreten wäre.
Allerdings sollte nicht übersehen werden, dass jedweder weitere Beitritt auch die Frage nach dem weitgehenden vorherrschenden Einstimmigkeitsprinzip bei Abstimmungen verschärft. Bei den bislang 27 Mitgliedssaaten hat sich insbesondere nach dem Beitritt osteuropäischer Länder auch wiederholt gezeigt, welche Verzögerungen den Alltag der EU und deren Handlungsfähigkeit bestimmen können!
Fazit: Island bleibt ein Teil Europas und wird hoffentlich nach einem scharf geführten Wahlkampf zu einer inneren Einheit finden.
Deoadt von Eickstedt, Hannover 30.9.26